Nitrieren und Nitrocarburieren für Praktiker
Nitrieren und Nitrocarburieren ist ein zentrales Thema, wenn es im Maschinenbau um die Leistungssteigerung von Bauteilen und Komponenten geht. In zunehmendem Maße wird das Verfahren neben den primären Anwendungsbereichen der Festigkeitssteigerung und Verschleißminderung zunehmend auch in Verbindung mit der Nachoxidation als umweltschonende Korrosionsschutzbehandlung eingesetzt.
Ziele des Seminars sind auf der einen Seite die Vermittlung der grundlegenden Zusammenhänge zwischen Werkstoff, Wärmebehandlung und Randschichteigenschaften. Besonderes Augenmerk wird andererseits auf die praktische Durchführung einer exemplarischen Nitrocarburierbehandlung gelegt, um die Teilnehmer mit den Einrichtungen zur Nitrocarburierung vertraut zu machen. Schwerpunktmäßig wird im Praxisteil die Gasnitrocarburierung behandelt. Durch die Einbeziehung der Referenten sowie des erfahrenen Härtereileiters in den Praxisteilen wird ein intensiver Erfahrungsaustausch ermöglicht.
Wärmebehandlung und Eigenschaften von Leichtmetalllegierungen
Leichtbau ist im Verkehrsmittelbau und im Maschinenbau ein zentrales Thema, um den Energieverbrauch und die Schadstoffemission zu senken sowie die Nutzlast zu steigern. Effektiver Leichtbau kann nur in Zusammenarbeit der Werkstofftechnik, der Konstruktion, der Dimensionierung und der Fertigungstechnik betrieben werden. Als Leichtbauwerkstoffe werden überwiegend Leichtmetalllegierungen (Aluminium-, Magnesium- und Titanlegierungen), höherfeste Stähle und Faserverbundwerkstoffe eingesetzt. Metallische Leichtbauwerkstoffe haben gegenüber Faserverbundwerkstoffen Vorteile hinsichtlich Verarbeitbarkeit, Kosten und Recyclebarkeit.
Ziele des Seminars sind die Vermittlung des grundlegenden werkstofftechnischen Zusammenhangs zwischen Wärmebehandlung, Werkstoffgefüge und Eigenschaften sowie Angaben zur praktischen Durchführung von Wärmebehandlungen. Gegenstand des Seminars sind die Glühverfahren und das Ausscheidungshärten als wichtigstes Verfahren zur Festigkeitssteigerung von Aluminium-, Magnesium- und Titanlegierungen sowie die daraus resultierenden Bauteileigenschaften. Das Seminar richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Werkstofftechnik und Qualitätssicherung.







