Maß- und Formänderung in der Fertigung

19.-20. Novmber 2013
Stiftung Institut für Werkstofftechnik Bremen
Leitung: Dr.-Ing. Thomas Lübben

Anmeldung bis zum 5. November 2013 unter seminare-noSpam-@awt-online-noSpam-.org.

Maß- und Formänderungen – auch Verzug genannt – die bei der Fertigung von metallischen Bauteilen entstehen, verursachen hohe Zusatzkosten, da sie zu Nacharbeit oder sogar zu Ausschuss führen. Die
Arbeiten des Sonderforschungsbereichs „Distortion Engineering" haben eindeutig gezeigt, dass die Ursachen des Verzugs über die ganze Fertigungskette verteilt vorliegen können. Dennoch sind Maß- und Formänderungen ein tägliches Ärgernis in jeder Härterei, weil unzufriedene Kunden davon ausgehen, dass das angelieferte Bauteil perfekt gefertigt war und die Härterei den Verzug allein zu verantworten hat. Damit kann der Kunde recht haben, er muss es aber nicht!

Im Rahmen des Seminars kann sicher kein allgemein gültiges Rezept zur Vermeidung solcher Situationen gegeben werden, denn Verzug ist immer werkstoff-, bauteil- und prozessbezogen. Aber es soll dazu beitragen, das Verzugsrisiko bei der Auftragsannahme oder bei der Prozessplanung vor dem Hintergrund der Bauteilvorgeschichte und auch seiner konstruktiven Gestaltung besser zu bewerten. Weiterhin sollen Maßnahmen zur Verzugsbeherrschung in der Fertigung vermittelt werden. Dazu ist das Seminar in vier Blöcke untergliedert. Zunächst werden die Grundlagen der Verzugsentstehung besprochen. Im 2. und 3. Block werden Beispiele für Verzugspotenziale in Fertigungsketten zum Durchhärten (ringförmigen Bauteile) und Einsatzhärten vorgestellt. Im letzten Teil werden Anlagenkonzepte zur verzugsarmen Einsatzhärtung präsentiert.

Das Seminar richtet sich an Wärmebehandler und Werkstofftechniker sowie Konstrukteure, Umformer und Zerspaner und ist eine Schulung gemäß ISO 16949. Die Teilnahme wird durch Zertifikat bestätigt.

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Werkzeugwerkstoffe

18.-19. September 2013
Stiftung Institut für Werkstofftechnik Bremen
Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp

Anmeldung bis zum 3. September 2013 unter seminare-noSpam-@awt-online-noSpam-.org.

Werkzeugwerkstoffe spielen eine zentrale Rolle in vielen Fertigungsketten. Als Werkzeug verarbeitet dienen sie der Formgebung von Stoffen durch Urformen, Umformen und Trennen. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen an Festigkeit und Verschleißwiderstand auch bei erhöhter Temperatur oder chemischem Angriff. Für die Fertigung der Werkzeuge sind Eigenschaften wie gute Zerspanbarkeit und Polierbarkeit erwünscht. Die Eigenschaften der Werkzeugstähle sind wie bei keiner anderen Stahlgruppe durch Wärmebehandlung und das sich einstellende Gefüge in sehr weitem Bereich variierbar. Dadurch ergibt sich ein erhebliches Optimierungspotenzial für die jeweilige Anwendung.

Das Ziel des Seminars ist es, zunächst einen Überblick zu geben über die Vielzahl der Werkzeugstähle für die Kaltumformung, für die Warmumformung und für die Kunststoffverarbeitung. Von Fachleuten aus Industrie und Wissenschaft werden nicht nur die grundlegenden werkstoffkundlichen Zusammenhänge vermittelt sondern auch die praktischen Grenzen des Machbaren durch Anwendungsbeispiele und die Betrachtung der Schädigungsmechanismen aufgezeigt. Im Mittelpunkt des Seminars nehmen die Bereiche Wärmebehandlung, Randschichtbehandlung und Oberflächenbeschichtung den größten Anteil ein, um deren Bedeutung bezüglich der Beanspruchungsanpassung Rechnung zu tragen.

Das Seminar richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Werkstofftechnik und Qualitätssicherung. Das Seminar ist eine Schulung gemäß ISO 16949.

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Gefüge und Metallografie metallischer Werkstoffe

4. - 5. Juni 2013
Stiftung Institut für Werkstofftechnik Bremen
Leitung: PD Dr.-Ing. habil. Brigitte Clausen

Anmeldung bis zum 15. Mai 2013 unter seminare-noSpam-@awt-online-noSpam-.org

Die Eigenschaften metallischer Werkstoffe werden wesentlich durch die Mikrostruktur mitbestimmt, die in der Regel erst im Mikroskop durch entsprechende metallografische Nachweisätzung sichtbar wird. Diese Mikrostruktur, auch Gefüge genannt, umfasst das Gemenge der Kristallite, die Art, Größe und Form der verschiedenen Phasen, die Korngrenzen sowie die Defekte wie Einschlüsse und Poren. Insbesondere der Werkstoff Stahl mit seiner Vielzahl an möglichen Legierungszusammensetzungen lässt sich, auch bedingt durch die fast einzigartige Vielfalt an Gefügestrukturen gezielt einstellen. Durch Herstellungs-, Fertigungs- und Wärmebehandlungsprozesse wird das Gefüge gezielt oder auch ungewollt verändert. Die metallografische Gefügekunde ist die Grundlage zum Erkennen und Verstehen der werkstoffkundlichen Vorgänge. Sie wird in weitem Umfang zur Qualitätssicherung und Schadensaufklärung eingesetzt und durch Härtemessung untermauert.

Im Seminar werden die Grundlagen der Metallografie vermittelt und die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gefügeelementen und deren Eigenschaften erklärt. Dabei wird sowohl auf die Funktionsweise als auch auf die Abbildungsmethoden im Licht- und Elektronenmikroskop eingegangen. Zur Ergänzung der Gefügebeurteilung werden Härteprüfung und –methoden erläutert. Abgerundet wird das Seminar durch praktische Vorführungen und Übungen im Labor.

Das Angebot richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler, Techniker und Werkstoffprüfer aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Werkstofftechnik und Qualitätssicherung, die ihre Kenntnis erweiter, vertiefen oder auffrischen wollen und ist eine Schulung gemäß ISO 16949.

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Grundlagen der Wärmebehandlung von Stahl

18. - 20. Februar 2013
Stiftung Institut für Werkstofftechnik Bremen
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Hans-Werner Zoch

Anmeldung bis zum 1. Februar 2013 unter seminare-noSpam-@awt-online-noSpam-.org

Stähle haben in unserer technischen Welt nach wie vor eine sehr große Bedeutung, nicht zuletzt wegen der Vielfalt ihrer Eigenschaften. Diese werden zum einen durch die Legierungselemente getragen und zum anderen durch geeignete und angepasste Wärmebehandlung eingestellt. Dadurch ist es möglich, Festigkeit, Härte, Zähigkeit und viele weitere Eigenschaften auf den jeweiligen Fertigungsschritt und die jeweilige Bauteilbeanspruchung abzustimmen. Um das Werkstoffpotenzial ausschöpfen zu können ist es notwendig, die grundlegenden Mechanismen der Abläufe und Strukturbildung im Werkstoff zu verstehen. Dabei gilt es zunächst den mikroskopische Aufbau mit der Art, Größe und Verteilung von Gefügeelementen und die im submikroskopischen Bereich ablaufenden Mechanismen auf atomarer Ebene zu begreifen. Mit dieser Grundlage lassen sich anschließend nahezu alle Wärmebehandlungsprozesse von den diffusionsgesteuerten Prozessen, den diffusionslosen Umklappvorgängen bis zu thermochemischen Randschichtbehandlungen verstehen.

Das Ziel des Seminars ist es, die Grundlagen mit Blick auf die technische Wärmebehandlung und deren Verfahren zu vermitteln. Die Teilnehmer sollen ein Verständnis dafür bekommen, geeignete Wärmebehandlungen zu beurteilen, die Grenzen und Fehler zu erkennen und die Auswirkungen auf Funktionsfähigkeit oder Versagen von Bauteilen zu verstehen.

Das Seminar richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker, die ihre Kenntnisse erweitern, vertiefen oder auffrischen wollen. Das Seminar ist eine Schulung gemäß ISO 16949.

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