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Mittwoch, 08. September 2010

Anfänge

Die Arbeitsgemeinschaft Wärmebehandlung und Werkstofftechnik (AWT) wurde 1948 mit der Zielsetzung gegründet, das tradierte empirische Wissen über die Wärmebehandlung in ein systematisch-wissenschaftliches und für die Anwender nutzbares Wissen umzuwandeln. Mitbegründer und erster Vorsitzender der AWT war Paul Riebensahm. 1950 wurde das eigene Forschungsinstitut, das Institut für Härtereitechnik und Wärmebehandlung (IHT), heute die Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT), in Bremen eröffnet.

Die Gebäude der Stiftung Institut für Werkstofftechnik heute auf dem Gelände der Universität Bremen

1955 wurde der erste Härtereikreis in Berlin gegründet, ihm folgten bis heute 17 weitere aktive Arbeitskreise, welche die Forschungsaktivitäten der AWT vor Ort in die Praxis weiterleiten. Diese Arbeit wird mit hohem ehrenamtlichen Engagement unserer Mitglieder betrieben. Die Härtereikreise bieten weiterhin ein breit gefächertes und hochqualifiziertes Fortbildungsprogramm im Bereich Wärmebehandlung und Werkstofftechnik an.

 

Bereits im Jahr 1941 gab es die erste Tagung des "Härterei-Kolloquiums" (HK), in Berlin, die dem Ziel diente, den Erfahrungsaustausch im Gebiet der Wärmebehandlung zu professionalisieren. Das HK ist heute noch, mit dem neuen Namen Kolloquium für Wärmebehandlung, Werkstofftechnik, Fertigungs- und Verfahrenstechnik, und mit über 500 Teilnehmern, das jährliche Forum für Innovationen auf dem Gebiet der Wärmebehandlung, Werkstofftechnik, Verfahrenstechnik und Fertigungstechnik.

Die "Härterei-Technischen Mitteilungen" (HTM),  Zeitschrift für Werkstoffe Wärmebehandlung Fertigung, erschien erstmals im Jahr 1942. Damit bekam die AWT ein weiteres öffentliches Organ, eine Zeitschrift, welche die Umsetzung der wissenschaftlichen Ergebnisse in der Praxis weiter voranbringen sollte. Hier erscheinen die Vorträge des alljährlich stattfindenden HK, ausgewählte Beiträge von internationalen Veranstaltungen und AWT-Tagungen über Wärmebehandlungsfragen, Forschungsberichte der Stiftung Institut für Werkstofftechnik, Bremen, sowie Informationen über die Fachausschussarbeit der AWT. Als Forum für die Veröffentlichung von Ergebnissen aus Forschung und Entwicklung und ihrer Anwendung ist die Zeitschrift außerdem offen für Arbeiten anderer Institute sowie aus der Industrie.

Forschung Heute

Die Forschungsprojekte der AWT, die von der Stiftung Institut für Werkstofftechnik (IWT) durchgeführt werden, werden durch die Fachausschüsse der AWT und den Wissenschaftlichen Beirat von AWT und IWT begleitet. Die Fachausschüsse und die Beiräte sind für das Qualitätsmanagement der wissenschaftlichen Arbeit unerlässlich. Die derzeit 25 Fachausschüsse, mit einigen Untergruppen, spiegeln nicht nur die Vielfalt, Kontinuität und Interdisziplinarität der Forschungslandschaft wider, sie sorgen auch für die Praxisnähe der Forschung. Die Fachausschüsse selbst und viele ihrer Mitglieder fungieren weiterhin als Autoren und Herausgeber von Fachpublikationen und Normen für ihr Arbeitsgebiet.