Einsatzhärten für Praktiker
Einsatzhärten, d.h. die Kombination aus Aufkohlen und Härten, wählt man als Verfahren, wenn es um die Erzielung höchster Festigkeiten geht.
Um das Einsatzhärten sinnvoll einzusetzen bzw. unterschiedliche Verfahrensvarianten miteinander vergleichen zu können, sind werkstoff- und verfahrenstechnische Grundkenntnisse erforderlich. Diese sollen in dem Seminar mit dem Schwerpunkt auf Gas- und Niederdruckaufkohlen vermittelt werden. Durch den Einsatz geeigneter Analysegeräte und Sensoreinsatz, in Verbindung mit der Simulation des Aufkohlungsprozesses, können Vorgaben wie Einsatzhärtungstiefe, Oberflächenhärte, Härteverlauf heute mit hoher Zielsicherheit erreicht werden. Insbesondere im Praxisteil des Seminars wird auf diesen Punkt eingegangen werden.
Ziel des Seminars ist die Vermittlung der grundlegenden Zusammenhänge bei der Durchführung des Einsatzhärtens. Besonderes Augenmerk wird auf die praktische Durchführung und die Möglichkeiten der Prozesskontrolle sowie der Überprüfung der Behandlungsergebnisse gelegt, um die Teilnehmer mit dem direkten Umgang hiermit vertraut zu machen. Im Praxisteil wird weiterhin auf die unterschiedlichen Aufkohlungsverfahren (Gas, Niederdruck, Salzbad und Pulver) eingegangen. Durch die Einbeziehung der Referenten sowie des erfahrenen Härtereileiters in den Praxisteilen wird ein intensiver Erfahrungsaustausch ermöglicht.
28./29. September 2011, IWT-Bremen
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Franz Hoffmann

Plasmanitrieren und Plasmanitrocarburieren
Das Plasmanitrieren und Plasmanitrocarburieren hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt und sich als thermochemisches Verfahren einen festen Platz in der industriellen Praxis erobert. Gleichzeitig mit dieser Etablierung wurden neue Verfahrensvarianten wie z. B. das Active-Screen-Verfahren, das Plasmanitrocarburieren von austenitischen Werkstoffen bei tieferen Temperaturen und die Kombination von Plasmanitrieren und Beschichten entwickelt.
Das Seminar vermittelt mit den Fachbeiträgen von Spezialisten aus Forschung, Industrie und Anwendung sowohl die Grundlagen als auch die Praxis der Plasmanitrier- und Plasmanitrocarburierbehandlung. Das Spektrum der Beiträge erstreckt sich von den werkstoffkundlichen Grundlagen der Nitrierbehandlung, der Physik der Plasmaerzeugung, der Temperaturmessung, der optimalen Chargierung, der Möglichkeit der partiellen Behandlung bis hin zur Anwendung der Behandlung auf Werkstoffe und Bauteile sowie der dazu gehörigen Anlagen- und Verfahrensbesonderheiten. Dabei werden die Aspekte wie Prozesssicherheit ebenso berücksichtigt wie auch die Grenzen der Verfahren.
Die Teilnehmer erhalten Gelegenheit, mit Experten aus der Praxis der Lohnwärmebehandlung, der Serienfertigung, dem Anlagenbau sowie den Fachleuten aus Forschung und Entwicklung zu diskutieren und die für die Praxis notwendigen Erfahrungen auszutauschen.
Das Seminar richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler, Techniker und Werkstoffprüfer aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Werkstofftechnik und Qualitätssicherung, die ihre Kenntnisse erweitern, vertiefen oder auffrischen wollen. Das Seminar ist eine Schulung gemäß ISO 16949.
10. November 2011, IWT-Bremen
Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp






