Einsatzhärten für Praktiker

19.-20. September 2017
Stiftung Institut für Werkstofftechnik Bremen
Leitung: Dr.-Ing. Matthias Steinbacher

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Programm und Vorträge zum Downloaden

Einsatzhärten, d.h. die Kombination aus Aufkohlen und Härten, ist das Verfahren der Wahl, wenn es um die Erzielung höchster Festigkeiten geht. Um das Einsatzhärten sinnvoll einzusetzen bzw. unterschiedliche Verfahrensvarianten miteinander vergleichen zu können, sind werkstoff- und verfahrenstechnische Grundkenntnisse erforderlich.

Diese sollen in dem Seminar mit dem Schwerpunkt auf Gas- und Niederdruckaufkohlen vermittelt werden. Durch den Einsatz geeigneter Analysegeräte und Sensoreinsatz, in Verbindung mit der Simulation des Aufkohlungsprozesses, können heute Vorgaben wie Einsatzhärtungstiefe, Oberflächenhärte, Härteverlauf mit hoher Zielsicherheit erreicht werden. Insbesondere im Praxisteil des Seminars wird auf diesen Punkt eingegangen.

Ziel des Seminars ist die Vermittlung der grundlegenden Zusammenhänge bei der Durchführung des Einsatzhärtens. Besonderes Augenmerk wird auf die praktische Durchführung und die Möglichkeiten der Prozesskontrolle sowie der Überprüfung der Behandlungsergebnisse gelegt, um die Teilnehmer mit dem direkten Umgang hiermit vertraut zu machen. Im Praxisteil wird weiterhin auf die unterschiedlichen Aufkohlungsverfahren (Gas, Niederdruck, Salzbad und Pulver) eingegangen. Durch die Einbeziehung der Referenten sowie des erfahrenen Härtereileiters in den Praxisteilen wird ein intensiver Erfahrungsaustausch ermöglicht.

Das Seminar ist eine Schulung gemäß ISO 16949.

Werkzeugwerkstoffe

27./28. September 2017
am Institut für Werkstofftechnik (IWT)
Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp

Flyer und Anmeldung hier

Werkzeugwerkstoffe spielen eine zentrale Rolle in vielen Fertigungsketten. Als Werkzeug verarbeitet dienen sie der Formgebung von Stoffen durch Urformen, Umformen und Trennen. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen an Festigkeit und Verschleißwiderstand auch bei erhöhter Temperatur oder chemischem Angriff. Für die Fertigung der Werkzeuge sind Eigenschaften wie gute Zerspanbarkeit und Polierbarkeit erwünscht.

Die Eigenschaften der Werkzeugstähle sind wie bei keiner anderen Stahlgruppe durch Wärmebehandlung und das sich einstellende Gefüge in sehr weitem Bereich variierbar. Dadurch ergibt sich ein erhebliches Optimierungspotential für die jeweilige Anwendung.   

Arbeits- und Betriebssicherheit in der Wärmebehandlung

28. Februar bis 1. März 2018
am Institut für Werkstofftechnik, Bremen
Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp

Vormerkung für 2018

Flyer Arbeits-und Betriebssicherheit 2017 zum Download

Die steigende Bauteilanforderung  im Maschinenbau wird immer stärker durch die Wärmebehandlung mitbestimmt. Alte Verfahren werden weiterentwickelt, neue bis an die Grenze des technisch Möglichen ausgereizt. Dabei muss in zunehmendem Maße auf die Arbeits- und Betriebssicherheit geachtet werden, um Schäden jeglicher Art zu vermeiden und die Produktionsabläufe zu sichern. Nicht nur Schutz- und Sicherheitskräfte, sondern jeder Mitarbeiter im Wärmebehandlungsbetrieb sollte in der Lage sein, die oft komplexen Gefahrenpotentiale zu erkennen und gezielte Maßnahmen zur Sicherheit einzuleiten. Dazu sind qualifizierte Fachleute notwendig, um auf die unterschiedlichen Situationen richtig und angemessen reagieren zu können.

Ziel des Seminars ist die Vermittlung der Sicherheitstechnik in den Wärmebehandlungsanlagen, des sicheren Umgangs mit Prozessgasen und Medien, die Aufzeichnung der Gefährdungspotentiale sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch experimentelle Vorführungen und praktische Unterweisungen zum Brandschutz.

Die Einbeziehung qualifizierter Referenten aus den verschiedensten Bereichen der Industrie soll den Teilnehmern die Möglichkeit geben, Fragen und Themen unterschiedlichster Vertiefung fachkompetent zu diskutieren und Erfahrung auszutauschen.

Das Seminar richtet sich an alle, denen die Sicherheit in der Wärmebehandlung am Herzen liegt und ist eine Schulung gemäß ISO 16949.

Gefüge und Metallografie metallischer Werkstoffe

geplant in 2018
Stiftung Institut für Werkstofftechnik, Bremen
Leitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Brigitte Clausen

Vormerkung für das Seminar

Die Eigenschaften metallischer Werkstoffe werden wesentlich durch die Mikrostruktur mitbestimmt, die in der Regel erst im Mikroskop durch entsprechende metallographische Nachweisätzung sichtbar wird. Die Mikrostruktur, auch Gefüge genannt, umfasst das Gemenge der Kristallite, die Art, Größe und Form der verschiedenen Phasen, die Korngrenzen sowie die Defekt wie Einschlüsse und Poren. Insbesondere der Werkstoff Stahl mit seiner Vielzahl an möglichen Legierungszusammensetzungen lässt sich, auch bedingt durch die fast einzigartige Vielfalt an Gefügestrukturen gezielt einstellen. Durch Herstellungs-, Fertigungs- und Wärmebehandlungsprozesse wird das Gefüge gezielt oder auch ungewollt verändert. Die metallographische Gefügekunde ist die Grundlage zum Erkennen und Verstehen der ablaufenden werkstoffkundlichen Vorgänge. Sie wird in weitem Umfang zur Qualitätssicherung und Schadensaufklärung eingesetzt und durch Härtemessung untermauert. Im Seminar werden die Grundlagen der Metallografie vermittelt und die allgemeinen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gefügeelementen und deren Eigenschaften erklärt. Dabei wird sowohl auf die Funktionsweise als auch auf die Abbildungsmethoden im Licht- und Elektronenmikroskop eingegangen. Zur Ergänzung der Gefügebeurteilung werden Härteprüfung und -methoden erläutert. Abgerundet wird das Seminar durch praktische Vorführungen und Übungen im Labor.

Das Seminar richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler, Techniker und Werkstoffprüfer aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Werkstofftechnik und Qualitätssicherung, die ihre Kenntnis erweitern, vertiefen oder auffrischen wollen. Das Seminar ist eine Schulung gemäß ISO 16949.

 

 

 

Maß- und Formänderung in der Fertigung

Januar 2018
Ort: Stiftung Institut für Werkstofftechnik, Bremen
Leitung: Dr.-Ing. Thomas Lübben

Vormerkung für den nächsten Termin

Flyer des vergangenen Seminars zum Downloaden

Maß- und Formänderungen – auch Verzug genannt – die bei der Fertigung von metallischen Bauteilen ent-stehen, verursachen hohe Zusatzkosten, da sie zu Nacharbeit oder sogar zu Ausschuss führen. Die  Arbeiten des Sonderforschungsbereichs „Distortion Engineering“ haben eindeutig gezeigt, dass die Ursa-chen des Verzugs über die ganze Fertigungskette verteilt vorliegen können. Dennoch sind Maß- und Formänderungen ein tägliches Ärgernis in jeder Här-terei, weil unzufriedene Kunden davon ausgehen, dass das angelieferte Bauteil perfekt gefertigt war und die Härterei den Verzug allein zu verantworten hat. Damit kann der Kunde recht haben, er muss es aber nicht!Im Rahmen des Seminars kann sicher kein allgemein gültiges Rezept zur Vermeidung solcher Situationen gegeben werden, denn Verzug ist immer werkstoff-, bauteil- und prozessbezogen. Aber es soll dazu bei-tragen, das Verzugsrisiko bei der Auftragsannahme oder bei der Prozessplanung vor dem Hintergrund der Bauteilvorgeschichte und auch seiner konstrukti-ven Gestaltung besser zu bewerten. Weiterhin sollen Maßnahmen zur Verzugsbeherrschung in der Fertigung vermittelt werden. Dazu ist das Seminar in vier Blöcke untergliedert. Zunächst werden die Grundla-gen der Verzugsentstehung besprochen. Im 2. und 3. Block werden Beispiele für Verzugspotenziale in Ferti-gungsketten zum Durchhärten (ringförmigen Bauteile) und Einsatzhärten vorgestellt. Im letzten Teil werden Anlagenkonzepte zur verzugsarmen Einsatzhärtung präsentiert. Das Seminar richtet sich an Wärmebe-handler und Werkstofftechniker sowie Konstrukteure, Umformer und Zerspaner und ist eine Schulung gemäß ISO 16949. Die Teilnahme wird durch ein Zertifikat bestätigt.

Grundlagen der Wärmebehandlung von Stahl

Geplant für 2019
am Institut für Werkstofftechnik (IWT)
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Hans-Werner Zoch

Voranmeldung - zum Download

Flyer zum Download

Stähle haben in unserer technischen Welt nach wie vor eine sehr große Bedeutung, nicht zuletzt wegen der Vielfalt ihrer Eigenschaften. Diese werden zum einen durch die Legierungselemente getragen und zum anderen durch geeignete und angepasste Wärmebehandlung eingestellt. Dadurch ist es möglich, Festigkeit, Härte, Zähigkeit und viele weitere Eigenschaften auf den jeweiligen Fertigungsschritt und diejeweilige Bauteilbeanspruchung abzustimmen. Um das Werkstoffpotenzial ausschöpfen zu können ist es notwendig, die grundlegenden Mechanismen der Abläufe und Strukturbildung im Werkstoff zu verstehen. Dabei gilt es zunächst den mikroskopische Aufbau mit der Art, Größe und Verteilung von Gefügeelementen und die im submikroskopischen Bereich ablaufenden Mechanismen auf atomarer Ebene zu begreifen. Mit dieser Grundlage lassen sich anschließend nahezu alle Wärmebehandlungsprozesse von den diffusionsgesteuerten Prozessen, den diffusionslosen Umklappvorgängen bis zu thermochemischen Randschichtbehandlungen verstehen.

Das Ziel des Seminars ist es, die Grundlagen mit Blick auf die technische Wärmebehandlung und deren Verfahren zu vermitteln. Die Teilnehmer sollen ein Verständnis dafür bekommen, geeignete Wärmebehandlungen zu beurteilen, die Grenzen und Fehler zu erkennen und die Auswirkungen auf Funktionsfähigkeit oder Versagen von Bauteilen zu verstehen. Das Angebot richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker, die ihre Kenntnis erweitern, vertiefen oder auffrischen wollen.

Das Seminar ist eine Schulung gemäß ISO 16949.

Randschichthärten

geplant für 2019
Stiftung Institut für Werkstofftechnik Bremen
Leitung: Dr. Ing. Christian Krause

Flyer Randschichthärten 2017 zum Download

In dieser Veranstaltung werden die werkstoffkundlichen Vorgänge für diese Art der Wärmebehandlung vorgestellt. Des Weiteren präsenieren jeweilige Spezialisten auf ihrem Gebiet die einzelnen Verfahren zu denen beispielsweise das Laserstrahlhärten und das Flammhärten gehören.

Neben den theoretischen Grundlagen des Randschichthärtens bietet Ihnen der Praxisteil nützliche Informationen zur optimierten Wärmebehandlung beim Randschichthärten. Praktische Tipps für die Anwendung der Methoden runden das Seminar ab.

Das Seminar ist eine Schulung gemäß ISO 16949.


* Die Plätze werden nach Verfügbarkeit vergeben. Für die Reihenfolge zählt der Eingang der Anmeldung.


 

 

Bainitisieren in Theorie und Praxis

Zur Zeit in Planung
Stiftung Institut für Werkstofftechnik Bremen
Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp

Vormerkung für den nächsten Termin

Steigende Anforderungen an die Energieeffizienz und die Reduzierung von Emissionen führen zu stetiger Leistungsverdichtung und höherer Beanspruchung von Bauteilen im Fahrzeug- und Maschinenbau. Das Bainitisieren hat als Alternative zur konventionellen Wärmebehandlung in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und kommt bei immer mehr hochfesten Komponenten zur Anwendung. Insbesondere sind es eine Reihe von technologischen Vorteilen wie z.B. hohe Zähigkeit bei gleichzeitig hoher Härte, geringer Verzug und meist ein günstiger Bauteileigenspannungszustand, die durch das herkömmliche martensitische Härten bei weitem nicht erreicht werden. Innovationen in der Prozessführung und Prozessüberwachung haben das Bainitisieren zusätzlich wirtschaftlicher gemacht. Das eröffnet neue Applikationen und Möglichkeiten.

Um das Potenzial dieses Härteverfahrens vollständig auszuschöpfen, sind tiefergehende Kenntnisse über die ablaufenden Mechanismen und werkstoffkundlichen Vorgänge notwendig. Ziel dieser Seminarveranstaltung ist es, beginnend mit den Grundlagen nicht nur das werkstofftechnische Basiswissen zu vermitteln sondern auch die Verfahrenstechnik, Qualitätssicherung und die Anwendung anhand von Bauteilbeispielen aufzuzeigen. Anhand von praktischen Demonstrationen in der Härterei und der Metallographie sollen die Teilnehmer schließlich den Verfahrensablauf sowie die Qualitätssicherungsmöglichkeiten praktisch kennen lernen.

Das Seminar ist eine Schulung gemäß ISO 16949. Die erfolgreiche Teilnahme wird durch ein Zertifikat bestätigt.

Nitrieren und Nitrocarburieren für Praktiker

Geplant in 2018
Stiftung Institut für Werkstofftechnik Bremen
Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp

Vormerkung für den nächsten Termin

Nitrieren und Nitrocarburieren ist ein zentrales Thema, wenn es im Verkehrsmittelbau und im Maschinenbau um die Leistungssteigerung von Bauteilen und Komponenten geht. In zunehmendem Maße wird das Verfahren neben den primären Anwendungsbereichen der Festigkeitssteigerung und Verschleißminderung auch in Verbindung mit der Nachoxidation als umweltschonende Korrosionsschutzbehandlung eingesetzt. Neue Anwendungsentwicklungen für austenitische Stähle sowie für die Mikrozerspanbarkeit mit Diamantwerkzeugen zeigen, dass das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist.Um die Behandlung des Nitrierens und vor allem des Nitrocarburierens in der Bandbreite der Möglichkeiten verschiedenartiger Randschichten einzustellen und reproduzierbar zu realisieren, ist sowohl eine grundlegende Kenntnis der metallurgischen Vorgänge als auch der praktischen thermodynamischen Verfahrensabläufe notwendig. Umfassender Sensoreinsatz und Regelungen sind für den Praktiker wichtig, um enge Zielvorgaben sicher zu erreichen.

Ziel des Seminars ist die Vermittlung der grundlegenden Zusammenhänge zwischen Werkstoff, Wärmebehandlung und Randschichteigenschaften. Besonderes Augenmerk wird auf die praktische Durchführung einer exemplarischen Nitrocarburierbehandlung gelegt, um die Teilnehmer mit dem direkten Umgang der Einrichtungen zur Nitrocarburierung vertraut zu machen. Schwerpunktmäßig wird die Gasnitrocarburierung im Praxisteil behandelt. Durch die Einbeziehung der Referenten sowie des erfahrenen Härtereileiters in den Praxisteilen wird ein intensiver Erfahrungsaustausch ermöglicht.

Das Seminar ist eine Schulung gemäß ISO 16949.

Flyer des vergangenen Seminars.