AWT Seminarvorschau

Alle von uns angebotenen AWT Seminare werden hier vorgestellt:

AWT Seminarvorschau
Datum Seminarbezeichnung
29./30. September 2021 Reinheitsgrad - Der Reinheitsgrad von Stählen und dessen Auswirkung auf die Dauerfestigkeit
10./11. November 2021 Wärmebehandlung von Aluminiumlegierungen
24./25. November 2021 Einsatzhärten für Praktiker
9./10. Dezember 2021 Bainitisieren in Theorie und Praxis - online

Einsatzhärten für Praktiker

24./25. November 2021
Leibniz Institut für Werkstofforientierte Technologien, Bremen
Leitung: Dr.-Ing. Matthias Steinbacher

Flyer zum Download: hier

Einsatzhärten, d.h. die Kombination aus Aufkohlen und Härten, ist das Verfahren der Wahl, wenn es um die Erzielung höchster Festigkeiten geht. Um das Einsatzhärten sinnvoll einzusetzen bzw. unterschiedliche Verfahrensvarianten miteinander vergleichen zu können, sind werkstoff- und verfahrenstechnische Grundkenntnisse erforderlich.

Diese sollen in dem Seminar mit dem Schwerpunkt auf Gas- und Niederdruckaufkohlen vermittelt werden. Durch den Einsatz geeigneter Analysegeräte und Sensoreinsatz, in Verbindung mit der Simulation des Aufkohlungsprozesses, können heute Vorgaben wie Einsatzhärtungstiefe, Oberflächenhärte, Härteverlauf mit hoher Zielsicherheit erreicht werden. Insbesondere im Praxisteil des Seminars wird auf diesen Punkt eingegangen.

Ziel des Seminars ist die Vermittlung der grundlegenden Zusammenhänge bei der Durchführung des Einsatzhärtens. Besonderes Augenmerk wird auf die praktische Durchführung und die Möglichkeiten der Prozesskontrolle sowie der Überprüfung der Behandlungsergebnisse gelegt, um die Teilnehmer mit dem direkten Umgang hiermit vertraut zu machen. Im Praxisteil wird weiterhin auf die unterschiedlichen Aufkohlungsverfahren (Gas, Niederdruck, Salzbad und Pulver) eingegangen. Durch die Einbeziehung der Referenten sowie des erfahrenen Härtereileiters in den Praxisteilen wird ein intensiver Erfahrungsaustausch ermöglicht.


 

 

Bainitisieren in Theorie und Praxis

9./10. Dezember 2021 (online)

Flyer zum Download: hier

Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp

Steigende Anforderungen an die Energieeffizienz und die Reduzierung von Emissionen führen zu stetiger Leistungsverdichtung und höherer Beanspruchung von Bauteilen im Fahrzeug- und Maschinenbau. Das Bainitisieren hat als Alternative zur konventionellen Wärmebehandlung in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und kommt bei immer mehr hochfesten Komponenten zur Anwendung. Insbesondere sind es eine Reihe von technologischen Vorteilen wie z.B. hohe Zähigkeit bei gleichzeitig hoher Härte, geringer Verzug und meist ein günstiger Bauteileigenspannungszustand, die durch das herkömmliche martensitische Härten bei weitem nicht erreicht werden. Innovationen in der Prozessführung und Prozessüberwachung haben das Bainitisieren zusätzlich wirtschaftlicher gemacht. Das eröffnet neue Applikationen und Möglichkeiten.

Um das Potenzial dieses Härteverfahrens vollständig auszuschöpfen, sind tiefergehende Kenntnisse über die ablaufenden Mechanismen und werkstoffkundlichen Vorgänge notwendig. Ziel dieser Seminarveranstaltung ist es, beginnend mit den Grundlagen nicht nur das werkstofftechnische Basiswissen zu vermitteln sondern auch die Verfahrenstechnik, Qualitätssicherung und die Anwendung anhand von Bauteilbeispielen aufzuzeigen. Anhand von praktischen Demonstrationen in der Härterei und der Metallographie sollen die Teilnehmer schließlich den Verfahrensablauf sowie die Qualitätssicherungsmöglichkeiten praktisch kennen lernen.

Die erfolgreiche Teilnahme wird durch ein Zertifikat bestätigt.


 

 

Wärmebehandlung von Aluminiumlegierungen

Mai 2021
Leitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Olaf Keßler

Voranmeldung: hier

Leichtbau ist im Verkehrsmittelbau und im Maschinenbau ein zentrales Thema, um den Energieverbrauch und die Schadstoffemission zu senken sowie die Nutzlast
bzw. Reichweite zu steigern. Effektiver Leichtbau kann nur in Zusammenarbeit von
Werkstofftechnik, Konstruktion, Dimensionierung und Fertigungstechnik betrieben werden.
Als Leichtbauwerkstoffe werden vielfach Aluminiumlegierungen eingesetzt. Aluminiumlegierungen haben gegenüber anderen Leichtbauwerkstoffen. Vorteile hinsichtlich Verarbeitbarkeit, Kosten und Recyclebarkeit.
Ziele des Seminars sind die Vermittlung der grundlegenden werkstofftechnischen Zusammenhänge zwischen Wärmebehandlung, Werkstoffgefüge und Eigenschaften
sowie Angaben zur praktischen Durchführung von Wärmebehandlungen.

Gegenstand des Seminars sind die Glühverfahren und das Ausscheidungshärten als wichtigstes Verfahren zur Festigkeitssteigerung von Aluminiumlegierungen
sowie die daraus resultierenden Bauteileigenschaften.


Das Seminar richtet sich an Interessierte aus Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften und Technik, die in den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Werkstofftechnik oder Qualitätssicherung tätig sind.


 

 

Carbonitrieren in Theorie und Praxis

April 2022 - Voranmeldung hier

Leitung: Dr.-Ing. Matthias Steinbacher

In vielen Bereichen der thermochemischen Wärmebehandlung von Stahl hat sich das Carbonitrieren als Verfahren für höchst belastete Bauteile, insbesondere für Bauteile, die unter Überrollung oder vergleichbaren Lasten stehen, hervorgetan. In der Vergangenheit wurde das Carbonitrieren vorwiegend zur Härte- bzw. Härtbarkeitssteigerung von unlegierten Stählen eingesetzt. Hierzu wurde einer Aufkohlungsatmosphäre bei relativ niedrigen Temperaturen von ca. 870 °C ein fester Prozentsatz an Ammoniak zugegeben. Neu entwickelte Gas-
Carbonitrierprozesse ermöglichen nun die gezielte Einstellung von kombinierten Kohlenstoff- und Stickstoffprofilen in der Werkstückrandschicht. Vorteil dieser neuen Prozesse und deren Regelung ist, dass gezielt hohe Carbonitrid- und Restaustenitanteile eingestellt werden können, die weit über das übliche
Maß an Restaustenit und Ausscheidungen hinausgeht. Das Seminar soll Anwendern aus der Getriebeindustrie aus dem Bereich der Wärmebehandlung und Qualitätssicherung, aber auch Konstrukteuren Beispiele für Behandlungen von Einsatzstählen durch Carbonitrieren in Theorie und Praxis vermitteln. Es wird aufgezeigt, wie sich die Wärmebehandlungs-und Atmosphärenparameter auf die Eigenschaften von Bauteilen auswirken, bzw. wie diese eingestellt und geregelt werden sollten. Ferner wird über die benötigte Anlagentechnik und Erfahrungswerte aus der Praxis in der Anwendung des Carbonitrierens berichtet.

Reinheitsgrad - Der Reinheitsgrad von Stählen und dessen Auswirkung auf die Dauerfestigkeit

zur Zeit in Planung für 2022/203.

Ich wünsche weitere Informationen: E-Mail

Leitung: Prof. Dr.-Ing. Brigitte Clausen

Ein Ausfall von Bauteilen stellt aus Sicht der Produzenten und Anwender einen unerwünschten und kostenintensiven Schaden z.B. in Motor oder Getriebe dar. Aus dem erforderlichen Austausch der betroffenen Komponenten können hohe Schadenssummen und ein Imageschaden für das Unternehmen entstehen. Als Einflussfaktoren für Schäden sind, neben dem Auftreten von Überlasten, auch die Art und Menge der im Werkstoff vorliegenden nichtmetallischen Einschlüsse zu nennen. Durch eine geeignete Wahl des Werkstoffes und dessen Herstellungsverfahren lassen sich Auswirkungen von nichtmetallischen Einschlüssen besser steuern und die Qualität des Endprodukts verbessern.

Ziel dieses Seminars ist es, die Zusammenhänge zwischen Herstellung, Reinheitsgrad und Bauteileigenschaften zu erläutern und den Teilnehmenden die Mess- und Auswertemethoden des makroskopischen und mikroskopischen Reinheitsgrades anhand von Prüfnormen (SEP 1927, SEP 1571, DIN 50602, ASTM und ISO) und Extremauswerteverfahren nahezubringen. 


 

 

Werkzeugwerkstoffe

geplant für 2022
NEU - Online-Seminar
Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp

Flyer und Anmeldung zum Online-Seminar

Werkzeugwerkstoffe spielen eine zentrale Rolle in vielen Fertigungsketten. Als Werkzeug verarbeitet dienen sie der Formgebung von Stoffen durch Urformen, Umformen und Trennen. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen an Festigkeit und Verschleißwiderstand auch bei erhöhter Temperatur oder chemischem Angriff. Für die Fertigung der Werkzeuge sind Eigenschaften wie gute Zerspanbarkeit und Polierbarkeit erwünscht.

Die Eigenschaften der Werkzeugstähle sind wie bei keiner anderen Stahlgruppe durch Wärmebehandlung und das sich einstellende Gefüge in sehr weitem Bereich variierbar. Dadurch ergibt sich ein erhebliches Optimierungspotential für die jeweilige Anwendung.


Arbeits- und Betriebssicherheit in der Wärmebehandlung

Frühjahr 2022

Flyer 2021 hier: Download

Leitung: Gerd Waning, Waning Ingenieurdienstleistungen

Die steigende Bauteilanforderung im Maschinenbau wird immer stärker durch die Wärmebehandlung mitbestimmt. Alte Verfahren werden weiterentwickelt, neue bis an die Grenze des technisch Möglichen ausgereizt. Dabei muss in zunehmendem Maße auf die Arbeits- und Betriebssicherheit geachtet werden, um Schäden jeglicher Art zu vermeiden und die Produktionsabläufe zu sichern. Nicht nur Schutz- und Sicherheitskräfte, sondern jeder Mitarbeiter im Wärmebehandlungsbetrieb sollte in der Lage sein, die oft komplexen Gefahrenpotentiale zu erkennen und gezielte Maßnahmen zur Sicherheit einzuleiten. Dazu sind qualifizierte Fachleute notwendig, um auf die unterschiedlichen Situationen richtig und angemessen reagieren zu können.

Ziel des AWT-Seminars ist die Vermittlung der Sicherheitstechnik in den Wärmebehandlungsanlagen, des sicheren Umgangs mit Prozessgasen und Medien, die Aufzeichnung der Gefährdungspotentiale sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Die Einbeziehung qualifizierter AWT-Referenten aus den verschiedensten Bereichen der Industrie soll den Teilnehmern die Möglichkeit geben, Fragen und Themen unterschiedlichster Vertiefung fachkompetent zu diskutieren und Erfahrung auszutauschen.


 

 

Gefüge und Metallografie von Stählen

Termin 2023

Flyer 2021 hier: Download

Leitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Brigitte Clausen

Die Eigenschaften metallischer Werkstoffe werden im Wesentlichen durch die Mikrostruktur bestimmt, welche in der Regel durch entsprechende metallografische Nachweisätzungen erst im Mikroskop sichtbar wird. Die Mikrostruktur, auch Gefüge genannt, umfasst das Gemenge der Kristallite, die Art, Größe und Form der verschiedenen Phasen, die Korngrenzen sowie die Defekte wie Einschlüsse und Poren. Insbesondere der Werkstoff Stahl mit seiner Vielzahl an möglichen Legierungszusammensetzungen lässt sich, auch bedingt durch die fast einzigartige Vielfalt an Gefügestrukturen, gezielt bezüglich seiner Eigenschaften einstellen. Die metallografische Gefügekunde wird in weitem Umfang zur Qualitätssicherung und Schadensaufklärung eingesetzt. Im Online-Seminar werden die Grundlagen der Metallografie vermittelt und die allgemeinen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gefügeelementen und deren Eigenschaften erklärt. Dabei wird sowohl auf die Funktionsweise als auch auf die Abbildungsmethoden im Licht- und Elektronenmikroskop eingegangen. Zur Ergänzung der Gefügebeurteilung werden die Härteprüfung und deren Methoden erläutert. Jede*r Seminarteilnehmende kann vorab eine Probe einreichen, die während des Seminars anonym ausgewertet wird.Das Seminar richtet sich an interessierte Personen aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Werkstofftechnik und Qualitätssicherung, die ihre Kenntnis erweitern, vertiefen oder auffrischen wollen.


 

 

Nitrieren und Nitrocarburieren für Praktiker

Nächster Termin 2023
Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp

Nitrieren und Nitrocarburieren ist ein zentrales Thema, wenn es im Verkehrsmittelbau und im Maschinenbau um die Leistungssteigerung von Bauteilen und Komponenten geht. In zunehmendem Maße wird das Verfahren neben den primären Anwendungsbereichen der Festigkeitssteigerung und Verschleißminderung auch in Verbindung mit der Nachoxidation als umweltschonende Korrosionsschutzbehandlung eingesetzt. Neue Anwendungsentwicklungen für austenitische Stähle sowie für die Mikrozerspanbarkeit mit Diamantwerkzeugen zeigen, dass das Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Um die Behandlung des Nitrierens und vor allem des Nitrocarburierens in der Bandbreite der Möglichkeiten verschiedenartiger Randschichten einzustellen und reproduzierbar zu realisieren, ist sowohl eine grundlegende Kenntnis der metallurgischen Vorgänge als auch der praktischen thermodynamischen Verfahrensabläufe notwendig. Umfassender Sensoreinsatz und Regelungen sind für den Praktiker wichtig, um enge Zielvorgaben sicher zu erreichen.

Ziel des Seminars ist die Vermittlung der grundlegenden Zusammenhänge zwischen Werkstoff, Wärmebehandlung und Randschichteigenschaften. Besonderes Augenmerk wird auf die praktische Durchführung einer exemplarischen Nitrocarburierbehandlung gelegt, um die Teilnehmer mit dem direkten Umgang der Einrichtungen zur Nitrocarburierung vertraut zu machen. Schwerpunktmäßig wird die Gasnitrocarburierung im Praxisteil behandelt. Durch die Einbeziehung der Referenten sowie des erfahrenen Härtereileiters in den Praxisteilen wird ein intensiver Erfahrungsaustausch ermöglicht.


 

 

Fräser im Plasma.

Plasmanitrieren und Plasmanitrocarburieren

In Planung für 2022
Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien, Bremen
Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp

 

Flyer Plasmanitrieren zum Download

Das AWT-Seminar vermittelt mit Fachbeiträgen von Spezialisten aus Forschung, Industrie und Anwendung sowohl die Grundlagen als auch die Praxis der Plasmanitrier- und Plasmanitrocarburierbehandlung. Das Spektrum der Beiträge erstreckt sich von den werkstoffkundlichen Grundlagen der Nitrierbehandlung, der Physik der Plasmaerzeugung, der Temperaturmessung, der optimalen Chargierung, der Möglichkeit der partiellen Behandlung bis hin zur Anwendung der Behandlung auf Werkstoffe und Bauteile sowie der dazu gehörigen Anlagen- und Verfahrensbesonderheiten. Die Teilnehmer erhalten Gelegenheit, mit Experten aus der Praxis der Lohnwärmebehandlung, der Serienfertigung, dem Anlagenbau sowie den Fachleuten aus Forschung und Entwicklung zu diskutieren und die für die Praxis notwendigen Erfahrungen auszutauschen.


 

 

AWT Seminar Bauteilreinigung in Härtereien vom 23. bis 24. September 2020 in Bremen

Bauteilreinigung in der Wärmebehandlung

In Planung für 2022

Flyer des vergangenen Online-Seminars

Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp

Die Bedeutung der Bauteilreinigung für die Prozesse in Härtereien wird häufig unterschätzt. Das neu konzipierte AWT Seminar soll einen Überblick über die spezifischen Anforderungen bei der Bauteilreinigung in der Härterei geben, das Verständnis bei den Teilnehmern für diesen Prozessschritt ausweiten, konkrete Handlungshilfen zur Verbesserung der Reinigungsergebnisse aufzeigen und die vielfältigen Einflussgrößen auf die Reinigungsergebnisse vor und nach der Wärmebehandlung verdeutlichen. Erfahrene Referenten aus der Praxis der Wärmebehandlung geben Ihnen einen umfassenden Überblick und stellen sich in der Diskussion Ihren spezifischen Fragen.

Unsere Referenten: Markus Baumeister, Daimler AG; Peter Hess, Karl Roll GmbH & Co. KG; Markus Karlsohn, Carl Gommann GmbH; Heinrich Klümper-Westkamp, Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien – IWT; Uwe Schmelzing, Hauck Heat Treatment GmbH; Rainer Süß, BURGDORF GmbH & Co. KG; Anne Jung, Härtetechnik und Metallbearbeitung GmbH; Thomas Weiss, HEMO GmbH

 

 

 

Randschichthärten

in Planung für 2022
Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien-IWT, Bremen

Möchten Sie in nur eineinhalb Tagen ein vertieftes Grundlagenwissen über alle relevanten Randschichthärteverfahren erlangen? Dann empfehlen wir Ihnen dieses AWT Seminar, das sich den werkstoffkundlichen Vorgängen für diese Art der Wärmebehandlung widmet.

Unsere Referenten aus Industrie und Forschung geben einen fundierten Einblick in die theoretischen Grundlagen des Randschichthärtens. Darüber hinaus bietet Ihnen unser Praxisteil nützliche Informationen zur optimierten Wärmebehandlung beim Randschichthärten.

Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf den Themen „Entstehungsmechanismen von Verzügen“ und „Vermeidung bzw. Entgegenwirken von Wärmebehandlungsfehlern“ und „Prozessauslegung mit Hilfe numerischer Berechnung“.


Maß- und Formänderung in der Fertigung

Januar 2022
Ort:
Online
Leitung: Dr.-Ing. Thomas Lübben

AWT Flyer zum Download

Maß- und Formänderungen – auch Verzug genannt – die bei der Fertigung von metallischen Bauteilen entstehen, verursachen hohe Zusatzkosten, da sie zu Nacharbeit oder sogar zu Ausschuss führen. Die  Arbeiten des Sonderforschungsbereichs „Distortion Engineering“ haben eindeutig gezeigt, dass die Ursachen des Verzugs über die ganze Fertigungskette verteilt vorliegen können. Dennoch sind Maß- und Formänderungen ein tägliches Ärgernis in jeder Härterei, weil unzufriedene Kunden davon ausgehen, dass das angelieferte Bauteil perfekt gefertigt war und die Härterei den Verzug allein zu verantworten hat. Damit kann der Kunde recht haben, er muss es aber nicht!Im Rahmen des Seminars kann sicher kein allgemein gültiges Rezept zur Vermeidung solcher Situationen gegeben werden, denn Verzug ist immer werkstoff-, bauteil- und prozessbezogen. Aber es soll dazu beitragen, das Verzugsrisiko bei der Auftragsannahme oder bei der Prozessplanung vor dem Hintergrund der Bauteilvorgeschichte und auch seiner konstruktiven Gestaltung besser zu bewerten. Weiterhin sollen Maßnahmen zur Verzugsbeherrschung in der Fertigung vermittelt werden. Dazu ist das Seminar in vier Blöcke untergliedert. Zunächst werden die Grundlagen der Verzugsentstehung besprochen. Im 2. und 3. Block werden Beispiele für Verzugspotenziale in Fertigungsketten zum Durchhärten (ringförmigen Bauteile) und Einsatzhärten vorgestellt. Im letzten Teil werden Anlagenkonzepte zur verzugsarmen Einsatzhärtung präsentiert. Das AWT Seminar richtet sich an Wärmebehandler und Werkstofftechniker sowie Konstrukteure, Umformer und Zerspaner. Die Teilnahme wird durch ein Zertifikat bestätigt.


 

 

Grundlagen der Wärmebehandlung von Stahl


geplant für 2023
Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien - IWT, Bremen 

Interesse => Anfrage per E-Mail

Stähle haben in unserer technischen Welt nach wie vor eine sehr große Bedeutung, nicht zuletzt wegen der Vielfalt ihrer Eigenschaften. Diese werden zum einen durch die Legierungselemente getragen und zum anderen durch geeignete und angepasste Wärmebehandlung eingestellt. Dadurch ist es möglich, Festigkeit, Härte, Zähigkeit und viele weitere Eigenschaften auf den jeweiligen Fertigungsschritt und diejeweilige Bauteilbeanspruchung abzustimmen. Um das Werkstoffpotenzial ausschöpfen zu können ist es notwendig, die grundlegenden Mechanismen der Abläufe und Strukturbildung im Werkstoff zu verstehen. Dabei gilt es zunächst den mikroskopische Aufbau mit der Art, Größe und Verteilung von Gefügeelementen und die im submikroskopischen Bereich ablaufenden Mechanismen auf atomarer Ebene zu begreifen. Mit dieser Grundlage lassen sich anschließend nahezu alle Wärmebehandlungsprozesse von den diffusionsgesteuerten Prozessen, den diffusionslosen Umklappvorgängen bis zu thermochemischen Randschichtbehandlungen verstehen.

Das Ziel des Seminars ist es, die Grundlagen mit Blick auf die technische Wärmebehandlung und deren Verfahren zu vermitteln. Die Teilnehmer sollen ein Verständnis dafür bekommen, geeignete Wärmebehandlungen zu beurteilen, die Grenzen und Fehler zu erkennen und die Auswirkungen auf Funktionsfähigkeit oder Versagen von Bauteilen zu verstehen. Das Angebot richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker, die ihre Kenntnis erweitern, vertiefen oder auffrischen wollen.


 

 

* Die Plätze werden nach Verfügbarkeit vergeben. Für die Reihenfolge zählt der Eingang der Anmeldung.