AWT-training sessions 2018 (in german language)

Bainitisieren in Theorie und Praxis

23/24 January 2019
Leibniz Institute for Materials Engineering IWT
Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp

More Informationen/Registration

Seminar Language: german

Steigende Anforderungen an die Energieeffizienz und die Reduzierung von Emissionen führen zu stetiger Leistungsverdichtung und höherer Beanspruchung von Bauteilen im Fahrzeug- und Maschinenbau. Das Bainitisieren hat als Alternative zur konventionellen Wärmebehandlung in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und kommt bei immer mehr hochfesten Komponenten zur Anwendung. Insbesondere sind es eine Reihe von technologischen Vorteilen wie z.B. hohe Zähigkeit bei gleichzeitig hoher Härte, geringer Verzug und meist ein günstiger Bauteileigenspannungszustand, die durch das herkömmliche martensitische Härten bei weitem nicht erreicht werden. Innovationen in der Prozessführung und Prozessüberwachung haben das Bainitisieren zusätzlich wirtschaftlicher gemacht. Das eröffnet neue Applikationen und Möglichkeiten.

Um das Potenzial dieses Härteverfahrens vollständig auszuschöpfen, sind tiefergehende Kenntnisse über die ablaufenden Mechanismen und werkstoffkundlichen Vorgänge notwendig. Ziel dieser Seminarveranstaltung ist es, beginnend mit den Grundlagen nicht nur das werkstofftechnische Basiswissen zu vermitteln sondern auch die Verfahrenstechnik, Qualitätssicherung und die Anwendung anhand von Bauteilbeispielen aufzuzeigen. Anhand von praktischen Demonstrationen in der Härterei und der Metallographie sollen die Teilnehmer schließlich den Verfahrensablauf sowie die Qualitätssicherungsmöglichkeiten praktisch kennen lernen.

Das Seminar ist eine Schulung gemäß ISO 16949. Die erfolgreiche Teilnahme wird durch ein Zertifikat bestätigt.

Arbeits- und Betriebssicherheit in der Wärmebehandlung

27/28 March 2019
Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien, Bremen
Leitung: Dr.-Ing. Heinrich Klümper-Westkamp

Flyer with programme and fill-in form

Die steigende Bauteilanforderung im Maschinenbau wird immer stärker durch die Wärmebehandlung mitbestimmt. Alte Verfahren werden weiterentwickelt, neue bis an die Grenze des technisch Möglichen ausgereizt. Dabei muss in zunehmendem Maße auf die Arbeits- und Betriebssicherheit geachtet werden, um Schäden jeglicher Art zu vermeiden und die Produktionsabläufe zu sichern. Nicht nur Schutz- und Sicherheitskräfte, sondern jeder Mitarbeiter im Wärmebehandlungsbetrieb sollte in der Lage sein, die oft komplexen Gefahrenpotentiale zu erkennen und gezielte Maßnahmen zur Sicherheit einzuleiten. Dazu sind qualifizierte Fachleute notwendig, um auf die unterschiedlichen Situationen richtig und angemessen reagieren zu können.

Ziel des Seminars ist die Vermittlung der Sicherheitstechnik in den Wärmebehandlungsanlagen, des sicheren Umgangs mit Prozessgasen und Medien, die Aufzeichnung der Gefährdungspotentiale sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch experimentelle Vorführungen und praktische Unterweisungen zum Brandschutz.

Die Einbeziehung qualifizierter Referenten aus den verschiedensten Bereichen der Industrie soll den Teilnehmern die Möglichkeit geben, Fragen und Themen unterschiedlichster Vertiefung fachkompetent zu diskutieren und Erfahrung auszutauschen.

Das Seminar richtet sich an alle, denen die Sicherheit in der Wärmebehandlung am Herzen liegt und ist eine Schulung gemäß ISO 16949.

Grundlagen der Wärmebahandlung von Stahl

7.-9- May 2019
am Leibniz-Institut für Fertigungsorientierte Technologien - IWT
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Hans-Werner Zoch

Anmeldungen bis zum 2. März 2017 unter seminare-noSpam-@awt-online-noSpam-.org

Stähle haben in unserer technischen Welt nach wie vor eine sehr große Bedeutung, nicht zuletzt wegen der Vielfalt ihrer Eigenschaften. Diese werden zum einen durch die Legierungselemente getragen und zum anderen durch geeignete und angepasste Wärmebehandlung eingestellt. Dadurch ist es möglich, Festigkeit, Härte, Zähigkeit und viele weitere Eigenschaften auf den jeweiligen Fertigungsschritt und diejeweilige Bauteilbeanspruchung abzustimmen. Um das Werkstoffpotenzial ausschöpfen zu können ist es notwendig, die grundlegenden Mechanismen der Abläufe und Strukturbildung im Werkstoff zu verstehen. Dabei gilt es zunächst den mikroskopische Aufbau mit der Art, Größe und Verteilung von Gefügeelementen und die im submikroskopischen Bereich ablaufenden Mechanismen auf atomarer Ebene zu begreifen. Mit dieser Grundlage lassen sich anschließend nahezu alle Wärmebehandlungsprozesse von den diffusionsgesteuerten Prozessen, den diffusionslosen Umklappvorgängen bis zu thermochemischen Randschichtbehandlungen verstehen.

Das Ziel des Seminars ist es, die Grundlagen mit Blick auf die technische Wärmebehandlung und deren Verfahren zu vermitteln. Die Teilnehmer sollen ein Verständnis dafür bekommen, geeignete Wärmebehandlungen zu beurteilen, die Grenzen und Fehler zu erkennen und die Auswirkungen auf Funktionsfähigkeit oder Versagen von Bauteilen zu verstehen. Das Angebot richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker, die ihre Kenntnis erweitern, vertiefen oder auffrischen wollen.

Das Seminar st eine Schulung gemäß ISO 16949.

Flyer mit dem Programm aus 2017.

Einsatzhärten für Praktiker

19.-20. September 2017
Stiftung Institut für Werkstofftechnik Bremen
chair: Dr. Matthias Steinbacher

Anmeldung unter seminare-noSpam-@awt-online-noSpam-.org

Einsatzhärten, d.h. die Kombination aus Aufkohlen und Härten, ist das Verfahren der Wahl, wenn es um die Erzielung höchster Festigkeiten geht. Um das Einsatzhärten sinnvoll einzusetzen bzw. unterschiedliche Verfahrensvarianten miteinander vergleichen zu können, sind werkstoff- und verfahrenstechnische Grundkenntnisse erforderlich.

Diese sollen in dem Seminar mit dem Schwerpunkt auf Gas- und Niederdruckaufkohlen vermittelt werden. Durch den Einsatz geeigneter Analysegeräte und Sensoreinsatz, in Verbindung mit der Simulation des Aufkohlungsprozesses, können heute Vorgaben wie Einsatzhärtungstiefe, Oberflächenhärte, Härteverlauf mit hoher Zielsicherheit erreicht werden. Insbesondere im Praxisteil des Seminars wird auf diesen Punkt eingegangen.

Ziel des Seminars ist die Vermittlung der grundlegenden Zusammenhänge bei der Durchführung des Einsatzhärtens. Besonderes Augenmerk wird auf die praktische Durchführung und die Möglichkeiten der Prozesskontrolle sowie der Überprüfung der Behandlungsergebnisse gelegt, um die Teilnehmer mit dem direkten Umgang hiermit vertraut zu machen. Im Praxisteil wird weiterhin auf die unterschiedlichen Aufkohlungsverfahren (Gas, Niederdruck, Salzbad und Pulver) eingegangen. Durch die Einbeziehung der Referenten sowie des erfahrenen Härtereileiters in den Praxisteilen wird ein intensiver Erfahrungsaustausch ermöglicht.

Das Seminar ist eine Schulung gemäß ISO 16949.

Wärmebehandlung von Aluminiumlegierungen

13/14 November 2019 Leibniz Institut für Werkstofforientierte Technologien
Leitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Olaf Keßler

Anmeldung unter seminare-noSpam-@awt-online-noSpam-.org

Leichtbau ist im Verkehrsmittelbau und im Maschinenbau ein zentrales Thema, um den Energieverbrauch und die Schadstoffemission zu senken sowie die Nutzlast bzw. Reichweite zu steigern.

Effektiver Leichtbau kann nur in Zusammenarbeit von Werkstofftechnik, Konstruktion, Dimensionierung und Fertigungstechnik betrieben werden. Als Leichtbauwerkstoffe werden vielfach Aluminiumlegierungen, aber auch Magnesium- und Titanlegierungen, höherfeste Stähle und Faserverbundwerkstoffe eingesetzt. Metallische Leichtbauwerkstoffe haben gegenüber Faserverbundwerkstoffen Vorteile hinsichtlich Verarbeitbarkeit, Kosten und Recyclebarkeit. 

Ziele des Seminars sind die Vermittlung der grundlegenden werkstofftechnischen Zusammenhänge zwischen Wärmebehandlung, Werkstoffgefüge und Eigenschaften sowie Angaben zur praktischen Durchführung von Wärmebehandlungen. Gegenstand des Seminars sind die Glühverfahren und das Ausscheidungshärten als wichtigstes Verfahren zur Festigkeitssteigerung von Aluminiumlegierungen sowie die daraus resultierenden Bauteileigenschaften.

Das Seminar richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Werkstofftechnik und Qualitätssicherung.

Nitrieren und Nitrocarburieren für Praktiker

 

We offer training sessions only in german. For further information switch to the german version of this webpage.

Gefüge und Metallografie metallischer Werkstoffe

Next Training in 2020
Leibniz Institut für Werkstofforientierte Technologien, Bremen

Leitung: Prof. Dr.-Ing. habil. Brigitte Clausen

Registration: seminare-noSpam-@awt-online-noSpam-.org.

Die Eigenschaften metallischer Werkstoffe werden wesentlich durch die Mikrostruktur mitbestimmt, die in der Regel erst im Mikroskop durch entsprechende metallographische Nachweisätzung sichtbar wird. Die Mikrostruktur, auch Gefüge genannt, umfasst das Gemenge der Kristallite, die Art, Größe und Form der verschiedenen Phasen, die Korngrenzen sowie die Defekt wie Einschlüsse und Poren. Insbesondere der Werkstoff Stahl mit seiner Vielzahl an möglichen Legierungszusammensetzungen lässt sich, auch bedingt durch die fast einzigartige Vielfalt an Gefügestrukturen gezielt einstellen. Durch Herstellungs-, Fertigungs- und Wärmebehandlungsprozesse wird das Gefüge gezielt oder auch ungewollt verändert. Die metallographische Gefügekunde ist die Grundlage zum Erkennen und Verstehen der ablaufenden werkstoffkundlichen Vorgänge. Sie wird in weitem Umfang zur Qualitätssicherung und Schadensaufklärung eingesetzt und durch Härtemessung untermauert. Im Seminar werden die Grundlagen der Metallografie vermittelt und die allgemeinen Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gefügeelementen und deren Eigenschaften erklärt. Dabei wird sowohl auf die Funktionsweise als auch auf die Abbildungsmethoden im Licht- und Elektronenmikroskop eingegangen. Zur Ergänzung der Gefügebeurteilung werden Härteprüfung und -methoden erläutert. Abgerundet wird das Seminar durch praktische Vorführungen und Übungen im Labor.

Das Seminar richtet sich an Ingenieure, Naturwissenschaftler, Techniker und Werkstoffprüfer aus den Bereichen Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Werkstofftechnik und Qualitätssicherung, die ihre Kenntnis erweitern, vertiefen oder auffrischen wollen. Das Seminar ist eine Schulung gemäß ISO 16949.

 

 

 

The advanced trainings courses will be presented in german.

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Maß- und Formänderung in der Fertigung

Next training in 2020
Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien - IWT, Bremen head: Dr.-Ing. Thomas Lübben

training language: german

Further information seminare-noSpam-@awt-online-noSpam-.orgt

Maß- und Formänderungen – auch Verzug genannt – die bei der Fertigung von metallischen Bauteilen entstehen, verursachen hohe Zusatzkosten, da sie zu Nacharbeit oder sogar zu Ausschuss führen. Die  Arbeiten des Sonderforschungsbereichs „Distortion Engineering“ haben eindeutig gezeigt, dass die Ursa-chen des Verzugs über die ganze Fertigungskette verteilt vorliegen können. Dennoch sind Maß- und Formänderungen ein tägliches Ärgernis in jeder Här-terei, weil unzufriedene Kunden davon ausgehen, dass das angelieferte Bauteil perfekt gefertigt war und die Härterei den Verzug allein zu verantworten hat. Damit kann der Kunde recht haben, er muss es aber nicht!Im Rahmen des Seminars kann sicher kein allgemein gültiges Rezept zur Vermeidung solcher Situationen gegeben werden, denn Verzug ist immer werkstoff-, bauteil- und prozessbezogen. Aber es soll dazu bei-tragen, das Verzugsrisiko bei der Auftragsannahme oder bei der Prozessplanung vor dem Hintergrund der Bauteilvorgeschichte und auch seiner konstrukti-ven Gestaltung besser zu bewerten. Weiterhin sollen Maßnahmen zur Verzugsbeherrschung in der Fertigung vermittelt werden. Dazu ist das Seminar in vier Blöcke untergliedert. Zunächst werden die Grundla-gen der Verzugsentstehung besprochen. Im 2. und 3. Block werden Beispiele für Verzugspotenziale in Ferti-gungsketten zum Durchhärten (ringförmigen Bauteile) und Einsatzhärten vorgestellt. Im letzten Teil werden Anlagenkonzepte zur verzugsarmen Einsatzhärtung präsentiert. Das Seminar richtet sich an Wärmebe-handler und Werkstofftechniker sowie Konstrukteure, Umformer und Zerspaner und ist eine Schulung gemäß ISO 16949. Die Teilnahme wird durch ein Zertifikat bestätigt.